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Seit seiner Gründung im Juli 1988 beinhaltete der Deutsche Aktienindex die 30 renommiertesten und börsenstärksten Unternehmen Deutschlands. Laut Bericht der Tagesschau sind bei 75 Prozent des Aktienhandels in Deutschland die Papiere der im DAX notierten Firmen betroffen. Vor Kurzem hat sich beim DAX allerdings einiges verändert. Doch welche Regeln wurden aktualisiert? Und was sind die Gründe für die jüngsten Änderungen? 

Der folgenschwere Wirecard-Skandal

2020 sorgte der Wirecard-Skandal für zahlreiche Schlagzeilen. Nachdem ein 1,9 Milliarden großen Loch in der Bilanz des Unternehmens aufgedeckt wurde, folgte der Börsencrash. Das ZDF berichtete damals, dass die Aktie in nur sieben Tagen 90 Prozent ihres Wertes verlor und nur noch bei etwa vier Euro liegt. Mittlerweile ist der Wert sogar noch weiter gesunken und liegt aktuell (Stand 28.09.) bei etwa 25 Cent. 

Nach einem derartigen Desaster ist von einem sofortigen Rauswurf des Unternehmens aus der ersten Börsenliga auszugehen. Doch aufgrund der damaligen Regeln konnte sich die Wirecard-Aktie laut Spiegel noch über mehrere Monate hinweg im DAX halten. Nicht nur dafür, sondern auch für den Nachfolger von Wirecard, hagelte es Kritik. Denn den freien Platz im DAX nahm der Essenslieferant Delivery Hero ein. Ein Unternehmen, dass seit seiner Gründung vor zehn Jahren keine Gewinne erzielen konnte.

Schärfere Regeln für den DAX

Die Kritik kam an, weshalb die Deutsche Börse die Regulierungen für DAX Mitglieder deutlich verschärft hat: Aufgenommen werden nur noch Unternehmen, die in den vorangegangen zwei Geschäftsjahren auf Basis des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen profitabel waren. Pleitekandidaten haben keine Chance mehr. Außerdem wird auf mehr Disziplin geachtet: Wer seine Zwischenberichte nicht fristgerecht abgibt, fliegt raus. Zusätzlich wird die Zusammensetzung der DAX-Familie fortan nicht mehr nur einmal, sondern zweimal jährlich überprüft. 

Willkommen in der Famile

Auch was die Mitglieder im DAX betrifft, hat sich einiges verändert. Bisher wurde bemängelt, dass der Deutsche Aktienindex nicht erfolgreich darin ist, die komplette Bandbreite der Wirtschaft des Landes widerzuspiegeln. Denn bisher waren nahezu alle Firmen teil der vier großen Branchen Chemie, Autoindustrie, Energie, Finanzdienstleistungen. Zehn Neuzugängen – unter anderem aufstrebende Internetfirmenwie Helle Fresh und Zarlando – sollen für mehr Ausgewogenheit sorgen. Noch frisch mit dabei sind der Flugzeughersteller Airbus, der Chemikalienhändler Brenntag, die Holdinggesellschaft Porsche SE, der Sportartikelhersteller Puma, das Biotechnologie- und Diagnostikunternehmen Qiagen, der Pharma- und Laborzulieferer Sartorius, der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers und der Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise.

Titelbild: © Vittaya_25 / stock.adobe.com

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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